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Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb

Turnieranmeldegebühren bis Jahresende ausgesetzt

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Mitte Juni trafen sich die Verbandsratsmitglieder zu einem weiteren Informationsaustausch im virtuellen Sitzungsraum des DTV, dieses Mal zum Thema „Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb“. Die Auskünfte der einzelnen Länder und Fachverbände waren ebenso vielfältig und unterschiedlich, wie die bereits veröffentlichten Landesverordnungen zum Thema Kontaktsport.

von Gaby Michel-Schuck

Präsidentin Heidi Estler eröffnete die Sitzung mit einem kurzen Überblick zur aktuellen Lage  und mit den Fragen: „Welche Trainingsmöglichkeiten sind derzeit in den Ländern und Fachverbänden gegeben, wie sehen die Vorstellungen zum Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb aus und vor allem – was wollen unsere Athlet*innen und Vereine?“

Das Ergebnis: Mit wenigen Ausnahmen ist in den meisten Ländern aktuell kein Leistungstraining möglich, lediglich ein Überlebenstraining. Auch von den Athlet*innen gibt es unterschiedliche Statements: Einige möchten unbedingt so schnell wie möglich wieder Turniere tanzen, andere verhalten sich vorerst zurückhaltend. Während einige Landestanzsportverbände ihre Meisterschaften bereits bis zum Jahresende absagten, kündigten andere die Durchführung von Turnieren ab September an. Wieder andere reagierten mit Verschiebungen der Turniere bis zum Jahresende, in der Hoffnung, dass weitere Lockerungen einen Turnierbetrieb dann vielleicht wieder ermöglichen.

Unterstützung für die Ausrichter von Turnieren

Um den ausrichtenden Vereinen in dieser beispiellos schwierigen Situation Planungssicherheit und Unterstützung zu bieten, erging nachfolgender Präsidiumsbeschluss zur Meinungsabfrage an den Verbandsrat: Aussetzung der Turnieranmeldegebühren laut Finanzordnung befristet bis zum 31.12.2020 für alle Turnierveranstaltungen. Ein entsprechender Umlaufbeschluss des Verbandsrats ist gefasst.

Wegen der so unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen und des Verbots von Großveranstaltungen bis 31. August einigte sich der Verbandsrat auf folgende Empfehlung: „Der DTV empfiehlt, alle vom DTV vergebenen Turniere (DM/DP/DC) bis Ende September abzusagen. Die Entscheidung zur Durchführung offener Turniere, Landes- und gemeinsamer Landesmeisterschaften obliegt den Ländern.“

DOSB unterstützt Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb

Einen Tag nach dem Verbandsratsmeeting (17.6.) folgten neue Verordnungen durch Bund und Länder, in denen Großveranstaltungen bis Ende Oktober weiterhin verboten bleiben. Wie Heidi Estler in einer weiteren Telefonkonferenz am 23. Juni dem DTV-Präsidium berichtete, fanden sich am 20. Juni die Vertreter der  DOSB Spitzenverbände erstmals virtuell zu ihrer halbjährlichen Konferenz zusammen. Wie daraus hervorgeht, wird der koordinierte Wiedereinstieg in den Sport- und Wettkampfbetrieb seitens des Dachverbandes ausdrücklich unterstützt. Das Präsidium schließt sich diesem Weg an.

In den Ländern, in denen bereits wieder etwas möglich ist, soll weiterhin an Konzepten zur Umsetzung des Wettkampfbetriebs gearbeitet werden. Verbände und Vereine können hier auf die Unterstützung des DTV zählen. Denkbar sind viele Varianten im Sportbetrieb: Begrenzung von Zuschauer- und Teilnehmerzahlen, abgespecktes Wertungsgericht und/oder Verzicht auf Doppelstarts. In den Landestanzsportverbänden, in denen wegen der aktuellen Verordnungen kaum etwas möglich ist, könnte ein Wiedereinstieg über kleinere Wettbewerbsarten wie Vereinsmeisterschaften oder Vergleichswettbewerbe umliegender Vereine funktionieren. Das Präsidium bleibt hier für weitere Ideen offen und wird Ausrichter, die sich an dem Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb beteiligen, unterstützen.

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