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Vom NOV zum VOV

Breaking und andere Themen für das Präsidium

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Die Weltmeisterschaft Breaking (siehe „News“ am 22.06.2019) und die Chancen für Olympia waren eines der Themen auf der Sitzung des DTV-Präsidiums in Frankfurt.

von Ulrike Sander-Reis

Einen Tag vor der Sitzung hatten die „Nicht-Olympischen Verbände“ (NOV) im DOSB zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, an der DTV-Präsidentin Heidi Estler und Bundessportwart Michael Eichert teilnahmen. Der DTV gehört seit neuestem nicht nur zu den NOV, sondern mit seiner Sportart Breaking auch zu den VOV – „Vorläufiger Olympischer Verband“. Das Präsidium wird in allen Richtungen tätig werden, um Breaking zur „Oympiareife“ weiter zu entwickeln. Dazu sollen die Landesverbände mit ins Boot genommen, vor allem aber wird eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit dem Mitgliedsverband TAF angestrebt. Gegenüber dem DOSB und der WDSF wird der DTV die Interessen von Breaking vertreten.

Der DTV gehört jetzt zu den Verbänden innerhalb des DOSB, die sowohl olympische als auch World-Games-Sportarten unter ihrem Dach vereinen. Auf den World Games war der DTV mit Standard, Latein und Rock’n’Roll am Start und hat bisher eine Goldmedaille sowie zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen geholt. Die nächsten World Games werden 2021 in Birmingham/USA ausgetragen. Davor soll es spezielle Qualifikationsturniere in Form von Battles – gesetztes gegen ungesetztes Paar – geben. An den World Games und den Vorentscheidungen dürfen nur Paare teilnehmen, bei denen beide Partner die Nationalität des Landes besitzen, das sie vertreten.

Das Präsidium beschäftigte sich nicht nur mit großen internationalen Vorhaben, sondern auch mit den täglichen Anforderungen an die Verbandsführung. So müssen aus steuerrechtlichen Gründen Ausrichterverträge für alle vom DTV vergebenen Turniere abgeschlossen werden. Die bisher versandten „Vergabeschreiben“ reichen nicht aus. Die neuen Verträge gelten rückwirkend ab 01.01.2019 und werden somit auch noch für die Veranstaltungen des ersten Halbjahres abgeschlossen. Aus der „Elektronischen Sportverwaltung“ wurden weitere Fortschritte gemeldet: Die Vorgaben zur Programmierung der Startbücher JMD und Formationen sind so gut wie fertiggestellt. Im Herbst wird es ein Treffen mit dem ESV-Team in der Geschäftsstelle geben, um weitere Abläufe und Funktionalitäten zu klären.

In der Jugendarbeit hat das Thema „Jugendschutz“ weiter einen hohen Stellenwert. Informationen über die Arbeit im Bundesjugendkader und im Jugendausschuss wurden im Präsidium erörtert. Eine erfreuliche Entwicklung nimmt der Schulsport, der mit seinem Bundeswettbewerb „Tanzen in Schulen“ bereits zwei Hallen belegt und auch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll (16. Mai 2020). Passend dazu ist die lang erwartete überarbeitete und ergänzte Neuauflage der Schulsportbroschüre erschienen.

Für die Basis, also für Freizeit- und Breitensport, wird es neue Impulse am 16. und 17. November 2019 geben, wenn die DTV-Breitensporttournee „Tanz Dich fit“ in Dresden Station macht. Etwas schneller geht es mit dem im April in Enzklösterle gekürten „Tanz des Jahres“: Das Lehrvideo wird mit den Paaren des Bundeskaders gedreht und Ende Juli veröffentlicht werden. Ein „ständiges Angebot“ ist das Deutsche Tanzsportabzeichen (DTSA), dessen Abnahme in vielen Vereinen regelmäßig auf dem Programm steht. Das DTSA ist als „koordinative Sportart“ vom Deutschen Sportabzeichen (DSA) anerkannt. Wer also das DTSA hat und das DSA erwerben will, muss sich nur noch in den drei anderen Disziplingruppen Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit beweisen.

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