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Sportvereine sind UNESCO-Kulturerbe

Mutmacher in schweren Zeiten

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Deutscher Olympischer SportBund

Es gibt gute Neuigkeiten von der Deutschen UNESCO-Kommission: Sportvereine und ihre Vereinskultur zählen ab sofort zum immateriellen Kulturerbe. Im bundesweiten Verzeichnis wurden sie unter "Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur" eingetragen. Dies ist eine große Anerkennung für die rund 90.000 Sportvereine mit rund 27,8 Millionen Mitgliedern, die gerade zu Pandemie-Zeiten Mut machen soll.

von Katrin Greschner

„Die Deutsche UNESCO-Kommission besiegelt damit die weltweite Alleinstellung der 90.000 Vereine unter dem Dach von SPORTDEUTSCHLAND. Das stellt zugleich eine ganz besondere Würdigung des Engagements von ca. 8 Millionen Ehrenamtlichen im Sport dar. Hoffen wir darauf, dass dieses System nun alsbald wieder aktiv werden und seine besonderen gesellschaftlichen Leistungen nachhaltig unter Beweis stellen kann“, begrüßte DOSB-Präsident Alfons Hörmann die Entscheidung der Kommission.

Mit der Auszeichnung als „Immaterielles Kulturerbe“ wird auch die Arbeit der Millionen von Ehrenamtlichen gewürdigt, die tagtäglich mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Sportvereine sich seit inzwischen mehr als 200 Jahren kontinuierlich weiter entwickeln und allen gesellschaftlichen Umbrüchen, Kriegen, Veränderungen und Pandemien getrotzt und diese mit viel Kreativität und Innovationskraft überwunden haben. Um diese Einsatzbereitschaft sichtbar werden zu lassen und angemessen auszuzeichnen, hatte der DOSB die Bewerbung im Jahr 2017 auf den Weg gebracht.

Gesellschaftliche Werte vermitteln

„Wir sind stolz und glücklich, dass die Kommission unseren Argumenten gefolgt ist. Sie hat die Gemeinwohlorientierung unserer Strukturen herausgehoben und explizit darauf hingewiesen, dass die Sportvereine wichtige gesellschaftliche Werte vermitteln“, freut sich DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker. „Die Sportvereine prägen das gesellschaftliche Leben in Deutschland auf wertvollste Weise und bieten vielfältige Möglichkeiten ehrenamtlicher und zivilgesellschaftlicher Teilhabe.“

Im positiven Bescheid der Kommission wurde auch auf den integrativen Charakter der Sportvereine hingewiesen, der auf dem generationenübergreifenden Angebot, dem bürgerschaftlichen Engagement, lokalen Identifikationsmöglichkeiten und sozialen Interaktionen beruhe. Das Komitee hob aber auch hervor, dass in der Bewerbung kritische Faktoren wie Leistungsdruck und Doping offen thematisiert und diese entkräftet wurden. Eine Veranstaltung zur Auszeichnung soll entsprechend Mitte bis Ende 2021 stattfinden, wenn die Pandemie es zulässt.

Weitere Informationen:
Bundesweites Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe | Deutsche UNESCO-Kommission

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