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Produktive JAS-Sitzung in Fulda

Vom Pilotprojekt „Solo/Duo/Small Groups“ über Inklusion, Geschlechterdiversität und Kinder- & Jugendschutz bis zur Zukunftsgestaltung des deutschen Tanzsports

In einer dreitägigen, sehr harmonischen und produktiven Zusammenkunft vom 02.09.2022 bis zum
 04.09.2022 in Fulda tauschten sich
Bundesjugendwartin Sandra Bähr, ihr Stellvertreter Dr. Tobias Brügmann, der DTV-Jugendsprecher
Christian Stejzel sowie die Landesjugendwarte sehr angeregt über knapp 50 Tagesordnungspunkte aus
und kamen zu einer enormen Vielfalt an Ergebnissen.

von Tony Keller

Nachdem das Protokoll der letzten Sitzung einstimmig genehmigt worden war, stand die Feedbackrunde
zum Pilotprojekt „Solo/Duo/Small Groups“ an. In den vergangenen Monaten fanden bereits einige
Wettbewerbe dieses Projekts statt. Als grobes Fazit lässt sich sagen, dass es genau die richtige
Entscheidung war, diese Art von Wettkämpfen einzuführen! Dem Verlust an aktiv Tanzenden und der
hohen Zahl an Paartrennungen kann diese Wettkampfstruktur gezielt entgegenwirken: Man schafft so
erstmals eine Basis für aktiv Tanzende ohne Partner*in, die dem Breiten- und Leistungssport treu
bleiben wollen, und gleichzeitig auch eine Art „Partnerbörse“, wie sie praktischer nicht sein könnte.
Natürlich fallen immer wieder Punkte auf, die verbesserungswürdig sind. Der JAS ist sehr offen für
Anregungen, wobei erst nach einer Testphase Anpassungen durchgeführt werden sollen, anstatt
immer wieder kleine Justierungen vorzunehmen, die für Planungsunsicherheit bei allen Beteiligten
führen könnten.

Mit nächtlicher Unterbrechung wurden Themen und Anregungen des Sportausschusses bis in den
nächsten Tag hinein besprochen. Dann war es Zeit für ein großes Brainstorming in Kleingruppen zu
unseren Zukunftsthemen „Leistungssport“, „Breite Basis im Tanzsport“ sowie „Digitalisierung &
transparente Prozesse im DTV“. Viele gute Ideen und Anregungen kamen hier zusammen. Alle
erarbeiteten Visionen werden zukünftig in Zusammenarbeit mit den anderen Organen des DTV erörtert
und weiter verfolgt.

Schließlich wurden am letzten Tag drei sehr wichtige gesellschaftliche Themen behandelt, die teilweise
auch Fokusthemen der Deutschen Sportjugend sind: Der Kinder- und Jugendschutz in Bezug auf
Gewalt sämtlicher Sphären (sexuelle Übergriffe, Mobbing, physische Gewalt etc.), Inklusion im Tanzsport
und die Geschlechterdiversität im Sport. Auch hierbei kamen zahlreiche Anregungen und
Aussprachen über Fallbeispiele zustande. Die Ziele sind, eine vertrauenswürdige Struktur und
Zusammenarbeit von Jugendschutzbeauftragten der Bundesländer zu finalisieren, den Fokus auf
Inklusion im Tanzsport zusammen mit der DTV-Gleichstellungsbeauftragten Cornelia Straub zu
intensivieren und eine informative Arbeitsgrundlage für den JAS zu schaffen (bspw. über
Fortbildungen), damit dieser sich auch fachlich und den Anforderungen gerecht werdend
mit dem Thema „Geschlechterdiversität“ beschäftigen kann.

Weitere Themen, die an dem Wochenende besprochen wurden, waren die Zukunftsplanung zur
Arbeitsweise der Jugendsprecher*innen auf Landes- und Bundesebene sowie ein aktueller Stand
aus dem Bereich Jazz/Modern/Contemporary und die Einbindung von Breaking als olympische
Disziplin in den DTV und die Deutsche Tanzsportjugend.

gez.: Lukas Ulrich (Landesjugendwart, TSH), Dr. Tobias Brügmann (stellv. Bundesjugendwart, DTV)

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