Langer Tag mit emotionalem Abschied
Sehr gute Leistungen, tolle Shows und noch mehr Emotionen
Emotionaler Abschied
Zum letzten Mal präsentierten sich die frisch gekürten World-Games-Sieger Marius-Andrei Balan/Khrystyna Moshenska am vorletzten Abend auf dem Parkett im Beethovensaal. Mit einem beeindruckenden Intro und einer emotionalen Rumba sagten sie „Goodbye“. Ein letztes Mal werden sie am 18. Oktober 2025 in Leipzig an den Start gehen. Dort wird die Weltmeisterschaft der Professionals Latein ausgetragen.
Ein Video zeigte an der großen Videoleinwand den Werdegang des Ausnahmepaares, ehe sich Marius offiziell von allen Wegbegleiterinnen und -begleitern des Paares verabschiedete, darunter unter anderem namentlich genannt Harry Körner und Franco Formica, ihren Trainer, der für sie zum Mentor wurde.
DTV-Präsident Dr. Tim Rausche bedankte sich im Namen von Tanzsport Deutschland bei Marius-Andrei-Balan/Khrystyna Moshenska mit den Worten: „Wir bedanken uns für die großartigen Erfolge, für die vielen emotionalen Momente – einfach für eure Lebensleistung für den Tanzsport. Sämtliche Auszeichnungen, die wir als Verband zu vergeben haben, habt ihr bereits erhalten, darum geben wir euch heute etwas, das nur in Stuttgart möglich ist: standing ovations im Beethovensaal!“
Für alle ein Gänsehautmoment pur: Sämtliche Gäste erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten (vielleicht) zum letzten Mal für Marius und Khrystyna, die gerade auch auf den GOC so viele Erfolge feiern durften.
Doppelsterne unter sich
WDSF GrandSlam Standard Adult
Das Grand-Slam-Standardfinale wurde mit Spannung erwartet. Der Vorjahressieger ist ins Profilager gewechselt und zwei weitere Vorjahresfinalisten waren nicht mehr am Start. Eine Woche zuvor hatten die World Games in Wuxi stattgefunden und einige Teilnehmer davon standen am Freitagabend auch im Beethovensaal auf dem Parkett. Im Vorfeld waren 42 Sterne vergeben worden. Am Ende eines langen Turniertages waren allen sechs Finalisten zwei Runden erspart geblieben.
Rares Cojoc/Andreea Matei überzeugten in einem großartigen Turnier, das von vielen Shows und emotionalen Momenten begleitet wurde, das gesamte Wertungsgericht und siegten mit allen gewonnenen Tänzen. Dariusz Mycka/Madara Freiberga hatten ebenfalls eine Woche zuvor an den World Games teilgenommen und den dritten Platz belegt. Bei Livemusik und hervorragender Stimmung wurden die Polen auf dem zweiten Platz gesehen. Mit diesem Ergebnis verbesserten sie sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze. Die Dänen Dmitri Kolobov/Signe Busk avancierten während des Tages zu Publikumslieblingen und erhielten am Ende GOC-Silber.
Das Stuttgarter Publikum zeigte sich wie schon so oft von seiner besten Seite und verabschiedete die Finalisten mit standing ovations. Als bestes deutsches Paar schafften Yahor Boldysh/Irina Averina zum zweiten Mal den Sprung in das Grand-Slam-Finale, in dem sie in Stuttgart den sechsten Platz belegten.
1. Rares Cojoc/Andreea Matei, Rumänien (5)
2. Dariusz Mycka/Madara Freiberga, Polen (11)
3. Dmitri Kolobov/Signe Busk, Dänemark (14)
4. Shaoyang Yuan/Chongxuan Qi, China (22)
5. Georgy Kalashnikov/Daria Grigore, Rumänien (23)
6. Yahor Boldysh/Irina Averina, TSC Excelsior Dresden (30)
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13. Karolis Burneikis/Fabien Charlott Lax, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg
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21. Vladislaw Tsykhanovski/Veronika Tsykhanovska, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
Finale ohne deutsche Beteiligung
WDSF Open Standard Senior II
Mit 60 von insgesamt 90 Paaren stellte Deutschland den Löwenanteil an Starterinnen und Startern bei dem Internationalen Turnier der Senior II Standard. Die sechste und letzte Runde wurde ohne deutsche Beteiligung ausgetragen.
Ein Blick auf die Startliste präsentierte aktuelle WM- und EM-Finalisten sowie auch den Vorjahressieger. Am Ende wurden die Karten neu gemischt: Mit vier gewonnenen Tänzen sichderten sich die amtierenden Weltmeister dieser Altersgruppe, Serhii und Olha Shulha, auch in Stuttgart den Sieg. Sie gaben lediglich den Slowfox an die Drittplatzierten und Vizeweltmeister Tomas Rimkus/Nerija Surblyte ab. Für die Litauer verblieb im Beethovensaal die Bronzemedaille. Die Spanier Ruben Viciana Lopez/Eva Moya hatten auf der Weltmeisterschaft im April in Blackpool den fünften Rang belegt – auf den German Open, auf denen sie das letzte Mal in 2023 auf dem Parkett standen, wurden sie für ihre Leistungen mit GOC-Silber belohnt.
Als bestes deutsches Paar tanzten Thorsten Buschmann/Maria-Dorothea Heidler im Semifinale und belegten Platz neun.
1. Serhii und Olha Shulha, Niederlande (6)
2. Ruben Viciana Lopez/Eva Moya, Spanien (12)
3. Tomas Rimkus/Nerija Surblyte, Litauen (12)
4. Gatis und Julija Simsone, Lettland (21,5)
5. Valerio Bilancioni/Silvia Badiali, Italien (25,5)
6. Miroslav Serak/Martina /Grosupova, Tschechien (28)
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9. Torsten Buschmann/Maria-Dorothea Heidler, TS Spree-Athen Berlin
10. Fabian Lohauss/Simone Braunschweig, Askania - TSC Berlin
Unter Jubel und Tränen: Gold geht an Italien
WDSF Solo Juveniles II Latin - Female
Nach einem Wechsel des Austragungsortes vom Hegelsaal in die Alte Reithalle, startete das Finale der Solo Juveniles II Latin mit leichter Verzögerung. 66 Tänzerinnen waren ursprünglich in diesem Turnier an den Start gegangen – im Finale tanzten die sechs besten davon dann im historischen Ambiente und unter lautstarken Anfeuerungsrufen um die Goldmedaille. Sehr knapp – Majorität entschied – setzte sich Lena Esen gegen ihre Konkurrentinnen durch. Die Silbermedaille nahm Elisabeth Malik entgegen, Bronze ging an Ruixuan Su. Als beste von 13 deutschen Teilnehmerinnen erreichte Diana Martin das Finale und freute sich über Platz fünf. (Katharina Schuck)
1. Lena Esen, Türkei (8)
2. Elisabeth Malik, Rumänien (8)
3. Ruixuan Su, China (14)
4. Sze Yau Chan, Hong Kong, China (21)
5. Diana Martin, ATC Oranien Elz-Limburg-Bad Camberg (24)
6. Maria Mkhitaryan, Armenien (30)
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7. Yelizavieta Klymenko, TSC Savoy München
11. Victoria Zbarashchuk, TTC Erlangen
Finale mit deutscher Beteiligung
WDSF Open Latin Senior III
In dem internationalen Feld der Senior III Latin präsentierten sich Paare, die gerade mal knapp zwei Monate zuvor ihre Weltmeisterschaft in Wien ausgetanzt hatten. Aus der hochkarätigen Besetzung kristallisierten sich sechs leistungsstarke Paare hervor, die sich für die Schlussrunde qualifizierten. Die GOC-Goldmedaille ertanzten sich die in Österreich frisch gekürten Vizeweltmeister Petri und Ulla Jarvinen aus Finnland. Die Plätze zwei und drei wurden im Vergleich zur WM umgekehrt besetzt: Frantisek Beres/Miriam Beresova lagen auf der GOC vor ihrer österreichischen Konkurrenz und wurden mit GOC-Silber ausgezeichnet, während sich die Bronzemedaille mit Herbert und Beatrix Schoepf auf den Weg nach Österreich machte.
Als bestes Paar von Tanzsport Deutschland erreichten Thomas Schlehufer/Tatjana Lusin das Finale und lieferten sich einen engen Zweikampf mit Danero/Cicero (Italien). Nur eine Platzziffer trennte letztlich die beiden Paare und Schlehufer/Lusin schlossen mit dem sechsten Platz ab.
1. Petri und Ulla Jarvinen, Finnland (6,5)
2. Frantisek Beres/Miriam Beresova, Slowakei (9,5)
3. Herbert und Beatrix Schoepf, Österreich (14)
4. Fabio Di Maria/Loredana Casadei, Italien (22)
5. Roberto Danero/Eleonora Cicero, Italien (26)
6. Thomas Schlehufer/Tatjana Lusin, Die Residenz Münster (27)
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7. Jörg und Alexandra Heberer, TSC Blau-Weiß Walldorf d. TGS
8. Achim Hobl/Kerstin Hahn, Kitzinger TC
10. Markus Völker/Wilhelmine Wolff, TD Tanszportclub Düsseldorf Rot-Weiß
12. Andreas Krause/Karin Saleiner, Gelb-Schwarz-Casino München
Wieder Gold für Bremen
WDSF Open Latin Junior II
Die Jugend hat es am Mittwoch vorgemacht, die Junioren können es auch: Tizio Tiago Domingues da Silva/Isabell Zagorje (Grün-Gold-Bremen) holten bei den Junioren II Latein die zweite Goldmedaille nach Bremen. Auf dem Weg zu Gold ließen die Bremer, die erst seit November vergangenen Jahres gemeinsam tanzen, 127 Paare hinter sich, darunter auch Yelysei Babaian/Irina Ioana Dobre, die im Juni das Junioren-II-Turnier auf dem Dancesport Festival in Bremen gewonnen hatten. Die Sieger gewannen alle Tänze, ihre Verfolger wurden in allen Tänzen Zweite, aber wirklich einig war sich das Wertungsgericht bei keinem der beiden Paare. Dritte wurden die Allrounder Ivan Karalkou/Vasilina Polyushits, die schon auf dem Zehn-Tänze-Turnier am Dienstag gestartet waren, auch wenn ihre Stärke offfensichtlich in der Lateinsektion liegt. Auch hier und bei den Paaren auf den weiteren Plätzen waren die Wertungen sehr gemischt und die Majoritäten knapp, was sicher auch für die hohe Qualität der gezeigten Leistungen spricht.
1. Tizio Tiago Domingues da Silva/Isabell Zagorje, Grün-Gold-Club Bremen (5)
2. Yelysei Babaian/Irina Ioana Dobre, Rumänien (10)
3. Ivan Karalkou/Vasilina Polyushits, WDSF (AIN) (16)
4. Kristiyan Donchev/Martina Kondaklieva, Bulgarien (19)
5. Stefan Mantu/Emiliana Procopciuc, Moldawien (27)
6. Ronald Kogan/Alina Potapova, Estland (28)
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10. Tim Gordon/Luisa Huber, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
11. Yasnin Saglik/Emilia Tinkelmann, Grün-Gold-Club Bremen
Gold reist nach Kasachstan
WDSF Open Latin Under 21
Ein gut besetztes Feld mit Paaren aus Europa und Asien präsentierte sich in der Altersgruppe U21. Die größte nationale Gruppe unter den 76 Paaren stellte der deutsche Verband mit 15 Paaren. China war mit zwölf Paaren am Start, Hongkong und Kasachstan – jeweils ein Paar – zählen ebenfalls zu Asien. Die Goldmedaille hat einen weiten Weg vor sich, denn sie geht mit Stefan Kagadi/Tamara Belenkaya, den Siegern in allen Tänzen, nach Kasachstan. Auch die Silbermedaille hat einen weiten Weg vor sich - Zian Wang/Xiaoqian Wie aus China belegten in allen Tänzen den klaren zweiten Platz. Die derzeitigen europäischen Vizemeister Nicholas Spica/Carlotta Aceti erreichten den dritten Platz. Der DTV war mit Maximilian Bier/Eveline Ishchenko auf dem fünften Platz ebenfalls im Finale vertreten.
1. Stefan Kagadi/Tamara Belenkaya, Kasachstan (5)
2. Zian Wang/Xiaoqian Wie, China (10)
3. Nicholas Spica/Carlotta Aceti, Italien (15)
4. Paul Ioan Pascar/Melani Bartosevic, Rumänien (20)
5. Maximilian Bier/Eveline Ishchenko, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (26)
6. Kewei Wang/Yiyi Zhao, China (29)
Wenn der Fanclub in Badehose kommt: Schweden holen World-Cup-Gold
WRRC World Cup Boogie Woogie Juniors
Besondere Stimmung herrschte wieder im Hegelsaal während des zweiten World Cups der Saison der Junioren. Nachdem sich die noch fehlenden Teams eingefunden hatten, konnte es mit einer leichten Verzögerung ins Finale gehen. Den Auftakt machte das deutsche Paar Louis Novak/Fiona Meischner, für die dieses Turnier die erste World Cup-Teilnahme war. Während die mitgereisten Fanclubs am Flächenrand ordentlich Stimmung machten, sorgten die Paare auf der Fläche für eine kleine Überraschung: Beim ersten World Cup der Saison hatten noch die Europameister und Weltranglistenersten Aaron Koivunen/Ida-Loviisa Koivunen vor den schwedischen Weltranglistenvierten Simon Jonsson/Astrid Eriksson gesiegt. In Stuttgart mussten sich die Finnen mit fünf Hundertstel Rückstand ganz knapp geschlagen geben. Die Bronzemedaille holten sich Leonardo Payot/Valentina Payot, EM- und Weltranglistendritte. Ausgehend vom Punktestand nach der zweiten Runde hätten sich drei deutsche Paare für das Finale qualifiziert. Im Redance zwischen den beiden punktgleichen Paaren Louis Novak/Fiona Meischner und Tim Morbach/Karina Schmoll unterlagen letztere und verpassten so den Einzug ins Finale. (Katharina Schuck)
1. Simon Jonsson/Astrid Eriksson, Schweden (79)
2. Aaron Koivunen/Ida-Loviisa Koivunen, Finnland (68)
3. Leonardo Payot/Valentina Payot, Schweiz (57)
4. Oliver Odenius/Emelie Nordeberg, Schweden (51)
5. Charly Lacroix/Alais Lacroix, Frankreich (50)
6. Jakob Penzkofer/Amelie Dietl, RRC Feldkirchen-Straubing (49)
7. Louis Novak/Fiona Meischner, Boogie Dancer Zwönitz (48)
Nationenbattle auf und neben der Fläche: Schweden siegt
WRRC World Cup Boogie Woogie Senior
Auch bei den Seniors herrschte ausgelassene Stimmung: Die Fanclubs der beiden Finalnationen Schweden und Italien lieferten sich am Flächenrand ein eigenes Stimmungs-Battle. Auf der Fläche hatten die Schweden mit 4:3 Paaren die Oberhand – und dominierten auch das Endergebnis. Alle drei Medaillen gingen an die Nordeuropäer: Gold an Joanna und Henric Stillman (wie schon beim ersten World Cup der Saison), Silber an die Vizeeuropameister Sara Holmberg/David Widell und Bronze an Katja und Fredrik Fridh. Die Weltranglistenersten und zweitplatzierten im ersten World Cup dieser Saison – Lisa Moro und Michael Bonomo – führten das italienische Trio auf Rang fünf an, gefolgt von Stefano D´Elia/Valeria Mascetti (6.) und Lucio Damato/Beatrice Venturi (7.). Christian Wagner und Angela Lex erreichten als Beste des Deutschen Rockʼnʼ Roll- und Boogie-Woogie-Verbandes das Semifinale und belegten Platz neun. (Katharina Schuck)
1. Henric Stillman/Joanna Stillman, Schweden (97)
2. David Widell/Sara Holmberg, Schweden (86)
3. Fredrik Fridh/Katja Fridh, Schweden (75)
4. Pontus Nordin/Anna Morgansdotter, Schweden (69)
5. Michael Bonomo/Lisa Moro, Italien (68)
6. Stefano D´Elia/Valeria Mascetti, Italien (67)
7. Lucio Damato/Beatrice Venturi, Italien (66)
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9. Christian Wagner/Angela Lex, TSV Trostberg (47)
von Gaby Michel-Schuck Uhr