Halbzeit

Standard und Latein

Halbzeit

Tanzsport Deutschland auf Platz zwei im Medaillenranking

Es ist Halbzeit in Stuttgart und die Bilanz kann sich sehen lassen. Mit vier Gold-, acht Silber und fünf Bronzemedaillen hält Tanzsport Deutschland sich weiterhin im Ranking auf dem zweiten Platz. Den ganzen Tag über wurden in allen Sälen tolle Leistungen präsentiert. Einer der Höhepunkte war sicherlich das Teammatch der Jugend im Hegelsaal, das die GOC-Abendveranstaltung einläutete.

Teammatch voller Energie und internationaler Vielfalt

Team Germany Foto: Xenia Filter

Worldcup Youth

Das internationale Teammatch des WDSF Worldcup Youth wurde direkt mit einem Dank an das Publikum eröffnet und da dieser Wettbewerb ganz im Zeichen von Spaß und Freundschaft steht („Competition for Fun and international Friendship“), wurden auch in diesem Jahr wieder Geschenke getauscht.

Fünf Nationen – Republik Moldau, Türkei, Tschechien, Spanien und Deutschland – stellten Teams aus je zwei Standard- und zwei Lateinpaaren. Den Auftakt bildeten wieder kreative Intros zu frei gewählten Themen: Die Republik Moldau machte mit „Pulp Fiction“ den Auftakt und die Türkei legte mit „Every Way That I Can“ – dem eigenen ESC-Länderbeitrag aus dem Jahr 2003 – nach, gefolgt von den „Tschechleaders“, der „Spanish Sun“ und der deutschen Version von „Dirty Dancing – Time of My Life“ – inklusive Kinderbeitrag und verteilten Fähnchen.

Im Anschluss begann der klassische Teil: Hier wechselten sich die Disziplinen ab – Standard und Latein im direkten Wechsel. Getanzt wurden Langsamer Walzer, Samba, Tango, Cha Cha Cha, Quickstep und Jive. Diese Mischung sorgte für Dynamik und hielt die Spannung bis zum Schluss hoch.

Die Stimmung im Saal war entsprechend ausgelassen: Das Publikum feuerte jede Nation lautstark an, immer darauf bedacht, die anderen in der Lautstärke zu übertreffen.

Am Ende ging der Sieg an die Republik Moldau, gefolgt von Deutschland und Spanien. Tschechien und die Türkei belegten die weiteren Plätze.

1. Republik Moldau

2. Deutschland

3. Spanien

4. Tschechien

5. Türkei

Im Team Germany tanzten: Nicolas Valentin Denius/Alisa Volkova (TSZ Diamant Düsseldorf), Andrei-Daniel Neagu/Selin Kaloglu (TSZ Heusenstamm), Dimitrii Kalistov/Luna Maria Albanese, Yigit Bayraktar/Lukrecija Kuraite (beide Paare GGC Bremen)

(Katharina Schuck)

Outstanding: Alexey Glukhov/Anastasia Glazunova

Alexey Glukhov/Anastasia Glazunova Foto: AK

WDSF PD Super Grand Prix Standard Adult

Die Titelsammlung von Alexey Glukhov/Anastasia Glazunova ist mehr als beeindruckend. Ob Hauptgruppe oder Professional Division. Geht man auf die Suche nach einem Ergebnis schlechter als eins, so muss man schon bis zum Jahr 2021 zurückblicken.  

Das Paar bestätigte auch im Grand-Prix-Turnier seine Klasse. Die frisch gekürten World-Games-Sieger setzten sich einmal mehr in Stuttgart durch und nahmen eine weitere GOC-Goldmedaille mit in ihre Heimat. Das Silbermetall heimsten die Europameister der Professional Division Vadim Shurin/Anastasia Meshkova ein. Mit einem dritten Platz in allen fünf Tänzen sicherten sich die WM-Dritten Edgaras Baltaragis/Indre Baltarage zum dritten Mal GOC-Gold.

1. Alexey Glukhov/Anastasia Glazunova, Republik Moldau (5)
2. Vadim Shurin/Anastasia Meshkova, Lettland (10)
3. Edgaras Baltaragis/Indre Baltarage, Litauen (15)
4. Dusan Grula/Giada Cragnolini, Slowakei (20)
5. Jiying Jiang/Yuye Zhao, China (25)6. Nikita Anikeev/Elina Kokotova, WDSF (AIN) (30)

Goldmedaille für die Niederlande

Joost Findhammer/Sina Sawall Foto: BvO

WDSF PD Open Standard Master Class I

Sieben Paare der Professional Division tanzten zur GOC-Halbzeit in der Reithalle um den Sieg. Das Startfeld verteilte sich rund um den Globus. Aus dem sechspaarigen Finale kristallisierten sich Joost Findhammer/Sina Sawall als klare Sieger heraus. Ebenso klar standen Egor Bezukladnikov/Irene Tzu Ling Lee auf der zweiten Stufe des Siegertreppchens. Mit etwas Abstand folgten Yasufumi Tsubouchi/Miwa Tsubouchi aus Japan auf Rang drei.

1. Joost Findhammer/Sina Sawall, Niederlande (5)
2. Egor Bezukladnikov/Irene Tzu Ling Lee, USA (10)
3. Yasufumi Tsubouchi/Miwa Tsubouchi, Japan (19)
4. Katsunori Mimoto/Kaori Kitahata, Japan (20)
5. Vitalii Erfan/Viktoria Zaprudska, Ukraine (21)
6. Thomas Chien/Vinca Hung, Chinese Taipei (30)

Stern geht auf über Italien

Demid Anisimov/Giuliana Domingues da Silva Foto: AK

WDSF Open Latin Rising Stars

ines der größten Turniere am dritten Tag war das der Rising Stars Latein. 151 Paare aus 33 Ländern hatten bereits am Vortag die erste Runde absolviert. Nach weiteren vier Runden am Donnerstag standen die sechs Paare fest, die am späten Abend das Publikum im Beethovensaal mit hochklassigen Leistungen begeistern sollten. An der Spitze gab es eine weitere Auflage der italienisch-deutschen Begegnung, die schon die Endrunden der Europa- und der Weltmeisterschaft U21 Latein im Jahr 2024 bestimmt hatte. Beide Turniere gewannen Luigi La Rocca/Marika Maria Scerra (Italien) vor Demid Anisimov/Giuliana Domingues da Silva (Deutschland). Die Italiener scheinen begeisterte „Rising Stars“ zu sein – allein in diesem Jahr haben sie schon fünf internationale Turniere dieser Art gewonnen. Das Bremer Paar wiederum führt zur Zeit die Weltrangliste der Rising Stars an.  

Die Chinesen Zian Wang/Xiaoqian Wie haben in diesem Jahr bereits zwei große Turniere in Deutschland getanzt – die Weltmeisterschaft U21 in Bremen (Platz 7) und ein Weltranglistenturnier in Pforzheim. Der dritte Platz auf der GOC stellt eine weitere Steigerung der internationalen Erfolge dar.  Als zweitbestes deutsches Paare tanzten Vlad-Alexandru Visan/Khrystyna Shugurova im Semifinale, das sie mit dem achten Platz beendeten. (usr)

1. Luigi La Rocca/Marika Maria Scerra, Italien (5)
2. Demid Anisimov/Giuliana Domingues da Silva, Grün-Gold-Club Bremen (11)
3. Zian Wang/Xiaoqian Wie, China (14)
4. Zhen Yang/Nan Zhang, China (20)
5. Kajetan Tygielski/Nicole Menser, Polen(26)
6. Marian Hlavac/Arina Vashchenko, Tschechien (29)
...
8. Vlad-Alexandru Visan/Khrystyna Shugurova, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim

 

Einer kam durch

Tobias und Angelika Solymosi Foto: AK

WDSF Open Standard Senior I

Mit 53 Paaren war das Teilnehmerfeld der Senioren I Standard fast genauso groß wie im Jahr zuvor. Von dem Vorjahresfinale jedoch gingen lediglich zwei Paare an den Start, sodass vier Finalplätze vakant waren. An den Vorjahressiegern kam auch in diesem Jahr niemand vorbei: Stefano und Tatiana Manni gewannen alle fünf Tänze und sicherten sich damit die für sie zweite GOC-Goldmedaille. Mit deutlichem Abstand und der Platzziffer zwölf ging GOC-Silber an Wesley van Riel/Sigrid van Schijndel vor Andrea Bencivenga/Anna Drukarova, für die damit der Bronzerang verblieb.

Als einziges deutsches Paar schafften es Tobias und Angelika Solymosi in die Schlussrunde, in der sie auf dem vierten Platz gesehen wurden.

 

 

 

1. Stefano und Tatiana Manni, Italien (5)
2. Wesley van Riel/Sigrid van Schijndel, Niederlande (12)
3. Andrea Bencivenga/Anna Drukarova, Schweiz (16)
4. Tobias und Angelika Solymosi, Deutschland (18)
5. Martin Cech/Katerina Cechova, Tschechien (25)
6. Marco Rizzotto/Alina Klonova, Lettland (29)
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8. Christian und Anja Platz, TSC Nordlicht Rostock

 

Auftritt der Federboas

Finale WDSF Open Latin Junior I Foto: Xenia Filter

WDSF Open Latin Junior I

Viel Volumen brachten die Damen bei den Junioren I Latein auf die Fläche. Die schlanken Figuren behängten sich mit Federboas oben, unten oder auch oben und unten, was in den meisten Fällen nicht unbedingt von Vorteil war. „Glitzer“ ist in der Altersgruppe der Junioren I nicht erlaubt, aber der übermäßige Einsatz von Stoff und Federn ist auch keine Lösung. Und schließlich kommt es auf das Tanzen an, das zum Glück immer noch sichtbar war und das Publikum im Hegelsaal mit Recht begeisterte.

61 Paare aus 18 Ländern bestritten das Turnier, in dem der DTV mit 22 Paaren zahlenmäßig stark vertreten war. Das Finale erreichten sechs Paare, von den vier bereits am ersten GOC-Tag eine Endrunde bestritten hatten – im Turnier über zehn Tänze. Danyil Dronyk/Victoriia Melnyk, ukrainische Meister in den Lateintänzen, sicherten sich mit dem Sieg in allen Tänzen die zweite GOC-Goldmedaille in diesem Jahr. Auch der zweite Platz ging an einen nationalen Meister: Ronin Moldovan/Zsofia Gombos, im Vorjahr noch bei den Kindern am Start, hatten im Frühjahr die rumänische Meisterschaft der Junioren I gewonnen und auf der GOC in diesem Jahr den dritten Platz in der Kombination belegt. Eine erfreuliche Überraschung gab es auf dem dritten Platz: Nikita Ganopolsky und Emily Sofie Hortmann, erst seit wenigen Monaten als Paar registriert, erreichten in ihrem ersten gemeinsamen Turnier auf Anhieb den dritten Platz.

Als zweitbestes deutsches Paar tanzten sich Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm im Semifinale auf den achten Platz vor. (usr)

1. Danyil Dronyk/Victoriia Melnyk, Ukraine (5)
2. Ronin Moldovan/Zsofia Gombos, Rumänien (14)
3. Nikita Ganopolsky/Emily Sofie Hortmann, TSC Saltatio Neustadt im TV Nußbach (17)
4. Sebastian Davidek/Viktorie Davidkova, Tschechien (17)
5. Roman Shtepliuk/Olivia Kuziv, Ukraine (24)
6. Eduard Gabriel Croitoru / Ana Colbu, Rumänien (28)
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8. Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim

 

Früh am Start und einmal Silber, bitte!

Alexander Arthur Büxel Foto: Xenia Filter

WDSF Solo Junior I Latin - Male

Die Solo-Junioren I eröffneten ihr Lateinturnier zur Halbzeit der GOC besonders früh: Bereits um 08:30 Uhr standen die zehn Tänzer auf der Fläche des Beethovensaals – der bislang früheste Start dieser Woche. Von insgesamt vier deutschen Startern, erreichten zwei das Finale. Mark Avtusho, der bereits in den vergangenen Tagen die Finals der Solo Junioren I und II erreichte, verpasste das Treppchen und ertanzte sich den vierten Platz. Zwischen Hong Kong und Portugal platzierte sich Alexander Arthur Büxel knapp vor Dinis Fonseca auf Platz zwei und nahm stolz die Silbermedaille entgegen. (K. Schuck)

1. Aidan Tam, Hong Kong, China (5)
2. Alexander Arthur Büxel, TSC Savoy München (12)
3. Dinis Fonseca, Portugal (13)
4. Mark Avtushko, Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach (20)
5. Yunhao Wang, China (27)
6. Stefan Kholodov, Kanada (28)

 

Deutsche Tänzer sichern sich drei Finalplätze

Finale Solo Junior I Standard - Male Foto: Xenia Filter

WDSF Solo Junior I Standard - Male

Im Finale der Solo Herren Junioren I Standard standen gleich mehrere deutsche Tänzer auf der Fläche und sorgten damit für ein starkes Heim-Bild im Beethovensaal. Roman Parovin (TTC Erlangen) ertanzte sich am Ende die Silbermedaille und zeigte sich sportlich fair, als er dem Sieger noch vor der Ehrung direkt am Flächenrand gratulierte.

Neben Roman Parovin standen zwei noch weitere deutsche Tänzer im Finale: Mark Avtushko erreichte Platz fünf, Julian Gottschalk belegte Rang sechs. Damit waren drei der sechs Finalplätze fest in deutscher Hand.

Den Sieg sicherte sich erneut Aidan Tam, der mit dieser Leistung bereits seine vierte Goldmedaille bei der GOC feierte. Bronze ging an Cheng-Jyun Lin, Platz vier an Dinis Fonseca.

1. Aidan Tam, Hong Kong, China (5)
2. Roman Parovin, TTC Erlangen (14)
3. Cheng-Jyun Lin, China (16)
4. Dinis Fonseca, Portugal (17)
5. Mark Avtushko, Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach (23)
6. Julian Gottschalk, Askania – TSC Berlin (30)

 

Doppelte Medaillenfreude für Deutschland

Caroline Overheu Foto: Xenia Filter

WDSF Solo Junior II Latein - Female

Mit 103 Starterinnen war das Feld im Solo-Wettbewerb eines der größeren dieser GOC-Woche. Über fünf Runden hinweg wurde um den Einzug ins Finale getanzt – und gleich drei deutsche Tänzerinnen konnten hier ein Ausrufezeichen setzen.

Besonders erfreulich: Caroline Overheu und Polina Fast schafften den Sprung ins Finale und wurden dort mit Silber und Bronze ausgezeichnet. Damit durfte sich Deutschland gleich über zwei Podestplätze freuen. Knapp am Finale vorbei tanzte Eleonora Rivarolo, die in der vierten Zwischenrunde ausschied und mit Platz neun dennoch eine starke Leistung zeigte.

Den Sieg sicherte sich schließlich Mariagrazia Manico, die die Goldmedaille mit nach Hause nahm.

 

 

1. Mariagrazia Manico, Italien (6)
2. Caroline Overheu, Royal Dance Remseck (9)
3. Polina Fast, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (17)
4. Leling Cai, China (21)
5. Aylin Aydin, Türkei (25)
6. Ecrin Ada Demirer, Türkei (27)

von Gaby Michel-Schuck Uhr

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