Erster, Zweiter und zwei Mal Vier

Standard und Latein

Erster, Zweiter und zwei Mal Vier

Mit Temperaturen gerade mal um 20 Grad konnte man an diesem Wochenende nicht wirklich von danceComp-Wetter sprechen. Über knapp zehn Grad weniger auf dem Thermometer freuten sich alle Beteiligten - vor allem jedoch die Akteure, die am Sonntagabend bis zum letzten Ton lautstark unterstützt wurden, Die Bilanz aus deutscher Sicht: Eine Goldmedaille für Fabian Wendt/Anne Steinmann, die bei den Senioren I abräumten und Silber für Tomas Fainsil/Violetta Posmetnaya im World Open Standardturnier.

Zweites dC-Silber für Fainsil/Posmetnaya

Tomas Fainsil/Violette Posmetnaya Foto: vh

WDSF World Open Standard

Fünf Paare mehr auf der Startliste als letztes Jahr, Re-Dance, Slow und Quickstep als Solotänze und am Ende die estnische Nationalhymne. Dazwischen Tanzen, das die Zuschauer immer wieder von den Stühlen riss. So könnte man die letzte Schlussrunde der danceComp 2019 umschreiben. Die EM-Finalisten von Salaspils, Madis Abel/Aleksandra Galkina, bekamen die letzte Goldmedaille des Wochendendes überreicht. Tomas Fainsil/Violetta Posmetnaya zeigten sich von Beginn an präsent und wiederholten mit Platz zwei ihren Vorjahreserfolg. Sie schoben sich damit vor die EM-Semifinalisten Pasquale Farina/Sofie Koborg, die dC-Bronze mit nach Dänemark nehmen.

WDSF World Open Standard (94)
1. Madis Abel/Aleksandra Galkina, Estland
2. Tomas Fainsil/Violette Posmetnaya, TSC Astoria Stuttgart
3. Pasquale Farina/Sofie Koborg, Dänemark
4. Anton Besedin/Ekaterina Strelkova, Russland
5. Winson Tam/Anastasia Novikova, Kanada
    Yuan Shaoyang/Qi Chongxuan, China

 

“Perfect”

Favian Wendt/Anne Steinmann Foto: vh

WDSF Open Senioren I Standard

Es war vorletzte Runde der danceComp 2019 und die Teilnehmer wurden ordentlich angefeuert. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Zuschauer bis zum Ende geblieben und zollten den Finalisten und ihren Leistungen damit Respekt. Sechs Paare aus sechs Nationen zelebrierten ihre fünf Abschlusstänze. Die Titelverteidiger und Vizeweltmeister Fabian Wendt/Anne Steinmann gewannen alle fünf und wurden dem Wiener Walzer-Titel „Perfect“ von Ed Sheeren und ihrer Favoritenrolle damit voll gerecht. Den zweiten Platz belegten Corentin Normand/Laura Lozingue, die auf der Weltmeisterschaft an Ostern in Berlin die Bronzemedaille gewonnen hatten. Damit verblieb für die Vorjahreszweiten Ignazio Grignani/Ilaria Gianfranchider dritte Platz.

WDSF Open Senioren I Standard (91):
1. Fabian Wendt/Anne Steinmann, Spree-Athen Berlin
2. Corentin Normand / Laura Lozingue, Frankreich
3. Ignazio Grignani / Ilaria Gianfranchi, Italien
4. Alexei Kirillov/Natlai Krapil, Weißrußland
5. Gatis Simsons/Julija Simsone, Lettland
6. Kemeny Tamas/Princz Nora, Ungarn
—–
10. Christina Brinkmann/Alena Ostholt, Die Residenz Münster
12. Erik Heyden/Julia Luckow, TSC Excelsior Dresden

 

Knapp am Treppchen vorbei

Marius Torka/Barbara Torka Foto: vh

WDSF Open Senior IV Standard

Die Paare der Senioren IV Standard mussten zunächst Geduld beweisen. Eine Runde mehr in den Turnieren vor ihnen bescherte den 63 Paaren eine Stunde Wartezeit. Danach wurden sie nur noch von den Tänzern der U21 Latein aufgehalten, deren Runden in das Turnier der Senioren geschachtelt war.

Über den Gewinn aller fünf Tänze freuten sich Renato Sibillo/Anna Cartini. Deren einizge Hürde auf dem Weg zur dC-Goldmedaille war das Treppchen, bei dessen Erklimmen Anna Cartini auf ihr Kleid trat und beinahe stürzte. Über die Vergabe von Silber und Bronze entschied der Quickstep. Hier wurden Manfred Kerschner/Monika Kuegler besser bewertet und erhielten Silber. Die Bronzemedaille ging an Alfredo Anselmi/Anna Maria Pietrobelli.

Marius und Barbara Torka verpassten mit dem vierten Platz knapp den Sprung aufs Treppchen.

(Petra Dres)

WDSF Open Senior IV Standard
1. Renato Sibillo/Anna Cartini, Italien (5)
2. Manfred Kerschner/Monika Kuegler,, Österreich (12)
3. Alfredo Anselmi/Anna Maria Pietrobelli, Italien (13)
4. Marius Torka/Barbara Torka, TC Rot-Weiß Leipzig (21)
5. Armando Pelosi/Donata Annaratone, Italien (27)
6. Ad Cuijpers/Truus Cuijpers, Niederlande (27)

 

Heer/Engelke schieben sich zwischen die russische Phalanx

Erik Heer/Juliane Engelke Foto: vh

WDSF Open Under21 Latein

Kaum waren sie auf der Fläche, durften sie auch schon wieder gehen. Zwei Paare waren im Feld der 26 Paare nicht angetreten, womit sich die Anzahl der Paare und auch die der Runden verringerte. Statt 24 von 26 Paaren auszuwählen, durften die Wertungsrichter direkt zwölf Kreuze pro Tanz vergeben.

Die sechs Finalisten wurden von den Zuschauern begeistert gefeiert. Sota Fujii/Dariia Marinesku freuten sich am Ende nicht nur über fünf gewonnene Tänze, sondern auch über ihr zweites dC-Gold. Platz zwei war deutlich härter umkämpft. Artem Firsov/Diana Khmelnitskaya und Gao Kay Tszia/Angelina Shvedova hatten beide die Platzziffer 13, sodass die Skatingregeln über die Vergabe von Silber und Bronze entschieden. Firsov/Khmelnitskaya hatten mehr zweite Plätze und erhielten Silber. Bronze ging an Tszia/Shvedova.

Die Berliner Erik Heer/Juliane Engelke erreichten als einziges deutsches Paar die Endrunde. Mit dem vierten Platz rutschten sie zwar im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze nach unten, durchbrachen jedoch mit ihrer Leistung die russische Phalanx zwischen den Plätzen zwei, drei und fünf und sechs.

(Petra Dres)

WDSF Open Under21 Latin
1. Sota Fujii/Dariia Marinesku, Japan (5)
2. Artem Firsov/Diana Khmelnitskaya, Russland (13)
3. Gao Kay Tszia/Angelina Shvedova, Russland (13)
4. Erik Heer/Juliane Engelke, OTK Schwarz-Weiß 1922 im SCS Berlin (19)
5. Egor Nikolaev/Aleksandra Raskatova, Russland (26)
6. Anton Burkhanov/Victoria Gumeniuk, Russland (29)

von Gaby Michel-Schuck Uhr

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