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Corona und der Sport: DOSB fasst Ist-Zustand zusammen

Kleine Lichtblicke in düsteren Zeiten

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Deutscher Olympischer SportBund

Am Montag, 2. November, hat in Deutschland der Teil-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie begonnen. Damit einher geht auch die vorübergehende Stilllegung des Sportbetriebs. In einer Pressemitteilung hat der DOSB die aktuelle Lage zusammengefasst.

von Sandra Schumacher

Unterschiedliche Verordnungen der Länder

Seit Beginn der Pandemie führten unterschiedliche Corona-Regelungen in den jeweiligen Verordnungen auf Länderebene zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Praxis vor Ort: So sei in Berlin Training von Kindern bis zwölf Jahre mit zehn Sportler*innen und mit Übungsleiter*in im Freien zugelassen. Mecklenburg-Vorpommern erweitere die Altersgrenze für Trainingsaktivitäten für alle Jugendlichen bis 18 Jahre und in Baden-Württemberg bleibe zum Beispiel der Rehasport gestattet. Und während in Nordrhein-Westfalen und Hamburg im Bereich des Individualsports die Zulassung nur für Freiluftsportanlagen gelte, sei Individualsport in den meisten sonstigen Bundesländern auch in gedeckten Sportstätten möglich.

Neben diesen kleinen Lichtblicken an der Basis sei es zudem gelungen, die Ausnahmen für Spitzensportler*innen bundesweit zu erhalten. Nicht nur Profisportler*innen, sondern auch die meisten Kaderathlet*innen dürften mit Hygiene-Konzepten somit hoffentlich weiter unter professionellen Rahmenbedingungen trainieren, damit der Lockdown den mittel- und langfristigen Leistungsaufbau dieser Topathlet*innen nicht allzu sehr gefährde.

Einen Überblick über die aktuellen Landesverordnungen finden Sie hier.

"Coronahilfen Profisport"

Einen neuen Stand gibt es laut Pressemitteilung auch beim Programm „Coronahilfen Profisport“, dessen Frist zur Vorlage der kompletten Antragsunterlagen bis zum 11. November verlängert worden war. Zum 2. November haben 292 Vereine/Unternehmen Anträge auf Überbrückungshilfe in einem Gesamtvolumen von rund 66 Millionen Euro gestellt. Damit sei aktuell ein Drittel der vom Bundestag zur Verfügung gestellten Mittel von insgesamt 200 Miollionen Euro konkret von den Vereinen beantragt.

Durch das verordnete Zuschauerverbot im Lockdown und die absehbaren Beschränkungen bei Zuschauern über das Jahresende hinaus, werde der DOSB weiter intensiv für eine Verlängerung des wichtigen Programms werben.

Hoffnung auf zeitnahen Wiedereinstieg

"Insgesamt werden wir die begonnene Lockdown-Phase weiterhin intensiv beobachten und positive sowie negative Beispiele aus der Praxis auswerten. Im Sinne unserer Mitglieder und den dahinterstehenden Sportler*innen werden wir weiter unsere Argumente für die Wieder-Zulassung des Sportbetriebs schärfen und uns auch für diese intensiv einsetzen", heißt es in der Pressemitteilung.

Man sei überzeugt, dass die im Frühjahr entwickelten Leitplanken sowie das DOSB-Hygienekonzept einen wertvollen Beitrag zu einem zeitnahen und verantwortungsbewussten Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Sporttreiben leisten werden. "Wir hoffen sehr, dass die jetzt anstehende Phase der deutlich reduzierten sportlichen Aktivitäten unter dem Dach von Sportdeutschland nicht von allzu langer Dauer sein wird."

Sorge um sportliche Vielfalt

Denn wie viel der Sport vor Ort den Menschen bedeute und wie tief SPORTDEUTSCHLAND von dieser Entscheidung der Politik getroffen worden sei, habe auch die Emotionalität und die hohe Anzahl der Reaktionen, insbesondere im Bereich Social Media gezeigt.

Um die politischen Verantwortungsträger*innen auf allen Ebenen für die große Sorge um die Vielfalt der sportlichen Angebote und die Zukunft der Vereine zu sensibilisieren, setze der DOSB unter anderem auf aktive Kommunikation. Beispiele dafür seien Auftritte in der Sportreportage des ZDF und bei Blickpunkt Sport im Bayerischen Rundfunk, die in den Mediatheken der Sender angeschaut werden können:

ZDF-Bericht zur Lage im Breitensport

ZDF-Interview mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann

BR-Interview mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann

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