Tolle Stimmung und viele Erfolge - aktualisiert

Standard und Latein

Tolle Stimmung und viele Erfolge - aktualisiert

Der zweite Tag des Berlin Dance Festivals war geprägt von toller Stimmung in der Max-Schmeling-Halle und sehr guten Leistungen deutscher Paare. Yahor Boldysh/Irina Averina beherrschten das World Open Standardfeld, in der Jugend Latein siegten Philipp Bogdanov/Seraphina Bogdanov und Markus Heffner/Marina Scharin-Mehlmann wurden Vizeeuropameister. (MiSchu)

Knapper geht nicht

Vizeeuropameister Heffner/Scharin-Mehlmann Foto: Bolcz

Die Schlussrunde der Europameisterschaft der Senioren I Latein begann mit einem Schockmoment. Nach der Samba wurden die Sanitäter benötigt, da sich David Lopez Fernandez ernsthaft verletzt hatte. Finalisten und Zuschauer zeigten sich sportlich fair und applaudierten heftig als Unterstützung, was ganz offensichtlich half. Nach einer kurzen Unterbrechung konnten die Spanier weitertanzen.

Das Ergebnis um den Gewinn von EM-Gold konnte knapper nicht sein. Mate Kovac/Andrea Zsila ertanzten sich in der Samba und der Rumba den ersten Platz. Im Cha-Cha-Cha mussten sie sich Platz eins mit den Deutschen Meistern Markus Heffner/Marina Scharina-Mehlmann teilen, die sich anschließend im Paso Doble und Jive durchsetzten. Erst nach Anwendung der Skatingregel stand der Europameister fest: Der Titel wurde mit Mate Kovac/Andrea Zsila nach Ungarn vergeben, die damit ihren Vorjahreserfolg verteidigten. Markus Heffner/Marina Scharin-Mehlmann wurden Vizeeuropameister. Ihnen folgten auf dem Bronzerang Georg Rauchhaus/Sonja Stegemann, die sich mit einem Punkt Vorsprung gegen Sebastian Bronst/Ingrid Disput durchsetzten.

Riesigen Jubel gab es für die Lokalmatadore Thomas Lennefer/Rosina Witzsche, die sich über den Finaleinzug freuten und ihre Europameisterschaft mit dem sechsten Platz beendeten. Mit diesem Ergebnis verbesserte sich das Paar im Vergleich zur Vorjahres-EM um fünf Plätze. (MiSchu)

WDSF Europameisterschaft Senioren I Latein (61)
1. Mate Kovac/Andrea Zsila, Ungarn (7,5)
2. Markus Heffner/Marina Scharin-Mehlmann, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg (7,5)
3. Georg Rauchhaus/Sonja Stegemann, TSC Aurora Dortmund (18)
4. Sebastian Bronst/Ingrid Disput, Grün-Gold-Club Bremen (19)
5. David Lopez Fernandez/Jesica Garcia Perez, Spanien (23)
6. Thomas Lennefer/Rosina Witzsche, Blau-Silber Berlin Tanzsportclub (30)
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9. Carlos Ortiz Garcia/Christina Ortiz Garcia, TTC Rot-Gold Köln
10. Dominik Häring/Isabella Rögner, Gelb-Schwarz-Casino München
12. Ingo Madel/Marta Protz, Blau-Silber Berlin Tanzsportclub

 

Verdienter Sieg für die Deutschen Meister

Yahor Boldysh/Irina Averina Foto: Bolcz

Knapp 60 Paare aus elf Nationen stiegen am Samstagvormittag in das World Open Standardturnier ein, davon 25 Teilnehmer aus Deutschland. Die Zahl hatte sich bis zum Semifinale auf vier reduziert. Die Deutschen Meister und die Vizemeister schafften den Sprung in das leistungsstarke Finale.

Der Sieg von Yahor Boldysh/Irina Averina war zu keiner Zeit gefährdet. „Die Deutschen Meister, die seit Oktober des Vorjahres alles gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab, haben sich stark verbessert und haben auch hier in Berlin völlig zu Recht gewonnen“, so Bundestrainer (Standard) Rüdiger Knaack. Die BDF-Silbermedaille wurde an die WM-Siebten Yuming Qui/Jingyi Hu vergeben. Karolis Burneikis/Fabien Lax, die deutschen Vizemeister, standen am Ende auf der dritten Stufe des Siegertreppchens. „Das Paar hat ein super Finale getanzt. Es war heute die beste Runde für Karolis und Fabien, in der sie toll performed haben“, freute sich der Rüdiger Knaack über den Erfolg.  

Auch für die beiden deutschen Paare, die das Semifinale erreicht hatten, gab es am frühen Abend nur positives Feedback von Knaack. „Vladyslav und Veronika überzeugten mit sehr guten Balancen. Dmitrii und Helene sind deutlich erwachsener geworden. Beide Paare haben in Berlin mit dem Semifinale ein sehr gutes Ergebnis erzielt.“  (MiSchu)

WDSF World Open (New Series) Standard (59)
1. Yahor Boldysh/Irina Averina, TSC Excelsior Dresden (181.800)
2. Yuming Qui/Jingyi Hu, Peoples Republic of China (177.350)
3. Karolis Burneikis/Fabien Charlott Lax, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg (173.850)
4. Romans Dobrecovs/Violetta Lechenko, Lettland (167.150)
5. Maxim Zhilenko/Kargabaeva, Kazakhstan (166.750)
6. Egor Nikolaev/Jerry Lee, Hongkong, China (163.650)
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10. Vladislv Tsykhanovskyi/Veronika Tsikhanovska, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim  
11. Dmytrii Forostianov/Helene Novalee Tilgert, Grün-Gold-Club Bremen

Zwei Finalplätze für deutsche Paare

Filip Szczuryk / Oliwia Zietowska Foto: Bolcz

Mit den „aufgehenden Sternen“ ist das immer so eine Sache: Die einen gehen wirklich auf, andere verglühen sehr schnell in internationaler Umgebung. Nicht so bei den beiden deutschen Finalpaaren in Berlin.

Serhii Vasyliev/Annalena Maria Roscher hatten einen sehr guten Finaleinstieg und nahmen gleich zu Beginn dem späteren Siegerpaar den Langsamen Walzer ab. In den folgenden vier Tänzen gab es klare zweite Plätze für das Paar aus Dresden, was am Ende auch einen klaren zweiten Platz bedeutete. Der Sieg ging mit Filip Szczuryk /Oliwia Zietowska nach Polen. HongKong und Litauen kämpften mit gleicher Punktzahl um den dritten Platz. Nach Anwendung der Skatingregel hatten hier Chow Tsz Hing/Rui Ziqi die Nase vorn und setzten sich damit gegen Kipras Burneikis/Smilte Barysaite durch. Wem der Name „Burneikis“ bekannt vorkommt, liegt genau richtig. Kipras Burneikis ist der Bruder von Karolis Burneikis, der mit Charlott Fabien Lax für Nürnberg Standard tanzt. Und eben Nürnberg schaffte es mit Maksym Darii/Sophie Kondratenko ebenfalls ins Finale. Das Paar komplettierte die Schlussrunde mit dem sechsten Platz.

WDSF Rising Stars Latein (40)
1. Filip Szczuryk / Oliwia Zietowska, Polen
2. Serhii Vasyliev / Annalena Maria Roscher, TSC Excelsior Dresden
3. Chow Tsz Hing / Rui Ziqi, HongKong
4. Kipras Burneikis / Smilte Barysaite, Litauen
5. Brajan Szafran / Alicja Janta-Lipinska, Polen
6. Maksym Darii / Sophie Kondratenko, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg
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7.-8. Flavius Coros / Alisa Wilhelm, TSC Astoria Stuttgart
9.-10. Henryk Wuttke / Analena Krause, Blau-Silber Berlin Tanzsportclub
12. Kevin Baumann / Alisa Klemm, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
13. Mykola Khortiuk / Vanessa Martin, TSZ Phönix Berlin

Berlin kehrt DM-Ergebnis um

Neue Chance, neues Glück. Eine Woche vor dem Berlin Dance Festival hatte die Deutsche Meisterschaft der Senioren III Latein in Düsseldorf stattgefunden. Hier wurden Dirk und Fabienne Regitz deutsche Vizemeister vor Marc Becker/Nicole Giersbeck, die ihre DM mit dem dritten Platz beendeten. In Berlin ging das Ergebnis genau anders herum aus: Die Maintaler tanzten sich auf den zweiten Platz und nahmen den erstplatzierten Frantisek Beres/Miriam Beresova sogar den Jive ab.

Auch die Plätze vier bis sechs blieben fest in deutscher Hand und wurden an DM-Semifinalisten vergeben

WDSF Open Senioren III Latein (25)
1. Frantisek Beres / Miriam Beresova, Slowenien
2. Marc Becker / Nicole Giersbeck, TTC Fortis Nova Maintal
3. Dirk Regitz / Fabienne Regitz, TSA d. TSG 1862 Weinheim
4. Michael Osswald / Angela Osswald, TSC Take it easy Königs Wusterhausen
5. Harald Wolff / Antje Wolff, TSA d. 1. SC Norderstedt
6. Dr. Marcus Hötzel / Jenny Hötzel, Blau-Silber Berlin Tanzsportclub
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7. Holger Staub / Birgit Staub, Grün-Gold-Club Bremen
8. Thomas Schönjahn / Christine Schönjahn, TSC Achern
9. Uwe Arentz / Andrea Arentz, TGC Rot-Weiß Porz
11. Wolfgang Lemke / Dr. Ewelina Lemke, Elegance Potsdam
12. Clemens Kalmer / Petra Kalmer, TSA d. TSV Unterhaching 1910
13.-14. Dr. Thomas Aicher / Dr. Sibylle Aicher, Tanzclub Blau-Gold Regensburg

Sieg auf ganzer Linie

Philipp Bogdanov / Seraphina Bogdanov Foto: Bolcz

Mit 41 Paaren aus neun Nationen startete die Jugend am Samstag in ihr Lateinturnier. Die gastgebende Nation war mit 28 Paaren vertreten. Mit allen gewonnenen Tänzen setzten sich Philipp Bogdanov/Seraphina Bogdanov an die Spitze des Feldes. Ihnen folgten die Junioren-II-Weltmeister, die in dem Feld der Jugend den zweiten Platz belegten. Mit diesem Ergebnis ließen sie Sedat Artur Okten/Ela Muglucan aus der Türkei hinter sich.

Was sonst oft für die Finalteilnahmen deutscher Paar gilt, galt in Berlin für die Gäste aus weiteren teilnehmenden Nationen: Zwei kamen durch. In der mit sieben Paaren besetzten Schlussrunde wurden die Plätze vier bis sechs an deutsche Paare vergeben.  

WDSF Open Youth Latin (41)
1. Philipp Bogdanov / Seraphina Bogdanov, Tanzsport Zentrum Heusenstamm
2. Tizio Tiago Domingues da Silva / Isabell Zagorje, Grün-Gold-Club Bremen
3. Sedat Artur Okten / Ela Mutlucan, Türkei
4. Malik Arendt / Emilija Mackevic, Grün-Gold-Club Bremen
5. Erik Bozhemskyy / Anna Geist, TSC Aurora Dortmund
6. Nikita Yakub / Anna Peterburgskiy, TSZ Diamant Düsseldorf
7. Stefan Mutelica / Gabriela Ungureanu, Moldavien
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9. Gabriel La Sala / Eliana Pfaffenroth, Tanzsport Zentrum Heusenstamm
11. Aaron Krause / Uliana Zhylkova, TSZ Phönix Berlin

Kampf der Giganten

Schon beim Blick auf die Startliste wurde klar, wer die Schlussrunde erreichen wollte, musste sich mit den amtierenden Weltmeistern und Vizeweltmeistern messen lassen. Unsere Deutschen Meister und deutschen Vizemeister nahmen den Kampf auf. Beide Paare tanzten am Ende mit den Konkurrenten aus den Niederlanden, Litauen, Italien und Tschechien um die vorderen Plätze. Die Spitze allerdings machten die amtierenden Weltmeister Serhii und Olha Shulha und die amtierenden Europameister Tomas Rimkus/Nerija Surblyte unter sich aus. Sie beanspruchten auch in Berlin die Plätze eins und zwei sich.

Die Deutschen Meister Maksim Tschernin/Diana Pierau folgten ihnen auf dem dritten Platz und gewannen BDF-Bronze. Die Lokalmatadore und deutschen Vizemeister Torsten Buschmann/Maria-Dorothea Heidler wurden bei der Finalverkündung als erstes Paar aufgerufen und belegten Platz sechs.

 

WDSF Open Senior II Standard (85)
1. Serhii Shulha / Olha Shulha, Niederlande
2. Tomas Rimkus / Nerija Surblyte. Litauen
3. Maksim Tschernin / Diana Pierau, TSC Savoy München
4. Christian Bono / Elena Bono, Italien
5. Tomas Kalina / Simona Kalinova, Tschechien
6. Torsten Buschmann / Maria-Dorothea Heidler, TC Spree-Athen Berlin
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7. Marco Wittkowski / Dr. Sylvana Drewes
8.-9. Oliver Kloß / Isabelle Rührmund, Askania - TSC Berlin
8.-9. Robert Rothmiller / Yvonne Rothmiller, Gelb-Schwarz-Casino München
10.-12. Jens Hicking / Petra Engelhard, TSC Savoy München
10.-12. Roland Tines / Heidrun Puskas, TC Der Frankfurter Kreis

Allrounder auf dem Vormarsch

Die Ausrichter von Großturnieren sind auf die Möglichkeiten für Doppelstarter sehr bedacht und richten ihre Zeitpläne soweit möglich darauf aus. Wer sich für einen Start in Berlin entschied, konnte an dem BDF-Wochenende bis zu drei Turniere tanzen, was Junioren gerne in Anspruch nehmen.

Die Plätze eins und zwei des Junioren II Standardturniers wurden an Paare vergeben, die bereits beim Children Grand Prix in Sofia und Riga erfolgreich waren. Deniz Mert Isik/Pelin Top hatten sich Anfang März bei diesem Nationenwettkampf auf Rang zwei getanzt und standen in Berlin nun ganz oben auf dem Siegertreppchen. Augustas Uza/Gabriele Jukneviciute belegten den zweiten Platz. Auch sie waren beim Children Grand Prix, allerdings eine Altersgruppe tiefer, erfolgreich und landeten in Berlin auf dem Silberrang.  

Den Bronzerang in Berlin ertanzten sich Robert Gurevich/Isabelle Gurevich. Für sie war das Turnier am Samstag ein Warmlaufen für den Sonntag, an dem sie noch das Lateinturnier derselben Altersgruppe und das Standardturnier in der Jugend mittanzten. Auch die Viertplatzierten Marcel Geser/Taisija Geser nutzten die Doppelstartmöglichkeiten und starten am Sonntag noch einmal im Lateinturnier. Die Paare auf den Rängen fünf (Robert Granovsky/Sofiia Bobnieva) und sechs (Arseniy Kossovych/Polina Kossovych) taten es ihnen gleich.

WDSF Open Junior II Standard (13)
1. Deniz Mert Isik / Pelin Top, Türkei
2. Augustas Uza / Gabriele Jukneviciute, Litauen
3. Robert Gurevich / Isabelle Gurevich, Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach
4. Marcel Geser / Taisija Geser, Braunschweiger TSC
5. Robert Granovsky / Sofiia Bobnieva, Ahorn Club, TSA im Polizei-SV Berlin
6. Arseniy Kossovych / Polina Kossovych, TK Orchidee Chemnitz
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7. Aryandes Hagedorn / Alexandra Wolf, TSC Excelsior Dresden
9. Kirill Mironov / Anna Buriachynska, TSC Aurora Dortmund
10. Vadym Borysovskyi / Zoé Poerschke
11.-12. Moritz Engelskircher / Hannah Berger, 1. TSC Dessau 1961
11.-12. Denys Hondusov / Aurelia Meyer, Braunschweiger TSC

von Gaby Michel-Schuck Uhr

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