Sport
Anti-Doping


Ansprechpartner Anti-Doping

In allen Fragen zum Thema Anti-Doping wenden Sie sich bitte an den DTV-Verbandsarzt
Thomas Wirth
Benzengasse 11/1, 71636 Ludwigsburg
Telefon: 07141-46 28 11 Praxis, Telefon: 07141-46 49 88 p, Fax: 07141-46 28 29
E-Mail:
wirth@tanzsport.de


Downloads zum Thema Anti Doping


Aktuelle Informationen zu Anti-Doping und Dopingkontrollen, das Regelwerk und die Ordnungen der NADA, Formulare und die Verbotslisten sowie allgemeinen Informationsbroschüren finden Sie auf den Seiten der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA):

NADA (externer Link)
Medikamenten-Datenbank NADAmed (externer Link)

NADA-Code 2009 - Version 2.0 (pdf-Format)
Synopse zum NADA-Code 2009 - Version 2.0 (pdf-Format)
WADA-Code 2009 (pdf-Format)
WDSF Anti-Doping Code 2012 (pdf-Format)

Obligations of Athletes under the Anti-Doping-Rules 2009 (pdf-Format)

Standard für Meldepflichten 2010 - Version 2.0 (pdf-Format)

Verbotsliste 2012 (deutsch) (= informatorische Übersetzung WADA-Verbotsliste 2012, pdf-Format)
Verbotsliste 2012 (englisch) (pdf-Format)
Informationsblatt Verbotsliste 2012
(pdf-Format)
Monitoring Programm 2012 (pdf-Format)

Beispielliste erlaubter Medikamente 2012 (pdf-Format)
Broschüre "Ich werde kontrolliert" (Nachdruck Januar 2012) (pdf-Format)

Checkliste TUE-Pflichten 2012 (pdf-Format)

Formblatt "Medikamentenanfrage" (pdf-Format)
Antrag auf medizinische Ausnahmegenehmigung 2012 (pdf-Format)
Standard für medizinische Ausnahmegenehmigungen 2012 (Version 3.3) (pdf-Format)

Medikamenten-Meldung zur Vorlage bei Doping-Kontrollen 2012 (pdf-Format)

Athleten-Meldeformular für den ATP (pdf-Format)

Info-Papier DTV (Stand: März 2012, pdf-Format)

Zu Juice PLUS+-Webshop (externer Link)


Zur Notwendigkeit, Doping im Sport zu bekämpfen

Der organisierte Sport nimmt in seiner pädagogischen Vorbildfunktion eine zentrale Aufgabe in unserer Gesellschaft wahr. Er vermittelt die Grundwerte, die für das gesellschaftliche Zusammenleben von elementarer Bedeutung sind. In kaum einem anderen gesellschaftlichen Bereich werden Idealwerte wie Toleranz, das Prinzip der Chancengleichheit, das Leistungsprinzip und der Grundsatz der Fairness so konsequent vorgelebt, praktiziert und eingeübt wie im Sport.

Durch das Doping werden diese Grundwerte in Frage gestellt. Der faire Wettkampfes, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert, verschwindet. Gewinnen wird derjenige, der bereit ist, die größeren gesundheitlichen Risiken aufsichzunehmen. Hinzu kommt, dass der Verlierer die Leistung des Gewinners nicht respektiert sondern als Ergebnis erfolgreicheren Dopings ansieht. Doping widerspricht dem Geist des Fairplays, indem es die Chancengleichheit aufhebt.

Daher ist es auch im Interesse der nachwachsenden Generationen unumgänglich konsequent und mit der nötigen Härte gegen das Doping vorzugehen, um die Glaubwürdigkeit des Sports und seine Vorbildfunktion zu bewahren.

(Quelle: www.nada-bonn.de)


Maßnahmen in Deutschland, speziell Maßnahmen des DTV


Für den deutschen Sport waren bisher die Regelungen des Deutschen Sportbund maßgebend, insbesondere die DSB-Rahmenrichtlinien der Gemeinsamen Anti-Doping-Kommission (ADK) von DSB/NOK, die vom Hauptausschuss des DSB 1970 beschlossen und später einige Male geändert wurden.

Die Strukturen sind nun völlig andere:

Die World Anti Doping Agency
Auf internationaler Ebene ist die World Anti Doping Agency eingerichtet. Am 10.11.1999 wurde die World Anti Doping Agency ("WADA") in der Rechtsform einer Stiftung schweizerischen Rechts gegründet. Stifter ist das Internationale Olympische Komitee (IOC). Die Stiftungsaufsicht wird nach Art. 19 des Stiftungsstatuts von dem Schweizer Innenministerium wahrgenommen. Nach Art. 4 des Stiftungsstatuts ist der Stiftungszweck darauf angelegt, den Kampf gegen Doping auf internationalem Niveau zu fördern und zu koordinieren. Zu diesem Zweck verbreitet die Stiftung u. a. die sportethischen Grundsätze eines dopingfreien Sports und stellt den Schutz der Athleten sicher, sie stellt eine verbindliche Liste der im Sport verbotenen Substanzen und Methoden auf, die regelmäßig aktualisiert wird. Darüber hinaus koordiniert sie die Vornahme von Trainingskontrollen mit den zuständigen Sportverbänden und nationalen Einrichtungen. Sie hat einheitliche Standards für die Dopinganalytik sowie eine Akkreditierung von Kontrolllabors eingeführt.

Zur Förderung der fundamentalen Werte des Sports wie beispielsweise des „Grundrechts“ der Athleten auf Teilnahme an dopingfreiem Sport und der Förderung der Gesundheit, Fairness und Gleichbehandlung der Athleten hat die WADA den Welt-Anti-Doping-Code erlassen. Dieser soll ein einheitliches Werk für alle Länder und Sportarten für die Bekämpfung des Dopings im Sport bilden.

Am 5. März 2003 fand die Kopenhagener Konferenz statt, auf der der WADA-Code per Akklamation angenommen wurde. Die Staaten unterzeichneten die sog. „Kopenhagener Erklärung“, in der sie sich zu den Grundaussagen des WADA-Code bekannten und zur Unterstützung nationaler Anti-Doping-Organisationen insbesondere bei der Umsetzung des WADA-Code verpflichteten. Da Staaten jedoch nicht ohne Weiteres nichtstaatlichen Vereinbarungen wie dem WADA-Code beitreten können oder zu deren Einhaltung verpflichtet werden können, sind zwischenstaatliche Übereinkommen erforderlich. Ein Beispiel für ein solches zwischenstaatliches Übereinkommen ist die geplante UNESCO Konvention, die im Januar 2003 in Paris von den zuständigen Minister auf den Weg gebracht wurde und deren Fertigstellung und Unterzeichnung bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Turin abgeschlossen sein soll. Ein anderes Beispiel für ein solches Übereinkommen ist die Anti-Doping-Konvention des Europarates, die bereits 1989 verabschiedet worden ist.

Einzelheiten zu Arbeit, Aufgaben und Geschichte der WADA finden Sie auf der Homepage der WADA (www.wada-ama.org).

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA)
Auf nationaler Ebene gibt es nationale Anti-Doping-Agenturen, in Deutschland die Nationale Anti Doping Agentur NADA in Bonn. Sie hat die Rechtsform einer rechtsfähigen Stiftung des bürgerlichen Rechts und hat das Nationale Anti-Doping-Regelwerk (NADA-Code) herausgegeben.

Dem Kuratorium der NADA gehören u.a. an:
der Präsident des DSB

Die Aktivitäten der NADA
Die NADA stellt einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Dopingbekämpfung dar, weil sie zu einer Bündelung der Kräfte im Kampf gegen Doping führt: Die bisherige Praxis hat nämlich gezeigt, dass die zentrale Wahrnehmung von Zuständigkeiten und Aufgaben in der Dopingbekämpfung aufgrund der Komplexität der Aufgabe zu einem Effektivitätszuwachs führt, Professionalität gewährleistet, Kosten für alle Beteiligten einsparen hilft, die Durchsetzung einheitlicher und gleicher Standards für alle Sportler und Athleten sicherstellt und für eine effektive Wahrung deutscher Interessen im Ausland sorgt.

(Quelle: www.nada-bonn.de)

Da es sich dabei um ein Dokument einer Stiftung des Privatrechts handelt, das erst einmal niemanden verpflichtet, wurden die nationalen Sportverbände aufgefordert, sich zur Anpassung ihres Regelwerks gegenüber der NADA durch einen Vertrag zu verpflichten. Das ist durch eine sog. „Trainingskontrollvereinbarung“ geschehen, die vom DTV unterzeichnet wurde.

Die Bezeichnung „Trainingskontrollvereinbarung“ ist irreführend, weil sie zwar den Inhalts zu einem Teil beschreibt (die Kontrolle der Athleten im Training), aber die wichtige Verpflichtungserklärung des DTV nicht anspricht.

Der NADA-Code wurde durch Beschluss des DTV-Verbandstags 2006 zum Bestandteil der Satzung des DTV gemacht. Einige weitere Satzungsänderungen, die auf die Bedeutung der dringend erforderlichen Anti-Doping-Maßnahmen aufmerksam machen, haben das flankiert.

Da der NADA-Code sehr umfangreich ist und auch nie abzusehen ist, welche Regelungen des NADA-Code für einen bestimmten Einzelfall von Bedeutung sind, wurde davon abgesehen, Teile davon in die Turnier- und Sportordnung und / oder die Verbandsgerichtsordnung zu übernehmen. Dies hätte mehr verwirrt als geklärt.

Der NADA-Code ist auf der Website der NADA veröffentlicht: www.nada-bonn.de.
Der fast inhaltsgleiche WADA-Code ist zudem in vielen anderen Sprachen auf der Website der WADA veröffentlicht: www.wada-ama.org

Die meisten unserer Sportler, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist, haben so Gelegenheit, sich über das Anti-Doping-Wesen zu unterrichten.

Formulare:
www.nada-bonn.de/downloads/formulare

Alles für den täglichen Trainings- und Wettkampfbetrieb Wichtige findet der Athlet ebenfalls auf den NADA-Seiten:
www.nada-bonn.de/athleten

Das Anti-Doping Portal liefert einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Bereiche innerhalb des Doping-Kontroll-Systems. So stehen dem Athleten alle wichtigen Dokumente auf den verschiedenen Rubriken zum lesen und ausdrucken einfach und schnell zur Verfügung:  Formulare (Rahmentrainingsplan etc.), TUEs , Listen (Beispielliste erlaubter Medikamente und Liste verbotener Wirkstoffe und Methoden), aber auch Regelwerke (NADA-Code) werden angeboten. Der Bereich Dopingkontrollen informiert über Trainings- und Wettkampfkontrollen.

Rechte & Pflichten

Die Rechte und Pflichten spielen für alle Atheten eine besondere Rolle.
Wer informiert mich über eine Dopingkontrolle?
Muss ich mein Training abbrechen, wenn ein Kontrolleur kommt?
Wer ist für die Versiegelung der Probennahmebehälter verantwortlich?
Alles Fragen, die einer Klärung bedürfen.
Unter Rechte & Pflichten könnt Ihr nachlesen bei welchen Punkten ihr Verantwortung übernehmen müsst und wann es euer Recht ist z.B. dem Kontrolleur Einhalt zu gebieten.

Nationaler Testpool

Alle Athleten die dem nationalen Testpool angehören, müssen sich bei einer Abwesenheit vom gemeldeten Wohnort innerhalb von 24 Stunden bei der NADA abmelden. Für alle übrigen Athleten gilt eine Abmeldepflicht bei einer Abwesenheit von mehr als 3 Tage von gemeldeten Wohnort. Ob Sie einem Testpool angehören, erfahren Sie über Ihren nationalen Fachverband.


Downloads

Um die Suche nach wichtigen Dokumenten so einfach wie möglich zu gestalten, wurde der Bereich Downloads konzipiert. Hier sind alle relevanten Dokumente, also Formulare, Schriften und Broschüren, Regelwerke und Dokumentationen abgelegt.


Missed Test Policy und Doping-Kontroll-System / Informationen der NADA

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat als zusätzliche Information zur Missed Test Policy und zum Doping-Kontroll-System eine Liste von häufig gestellten Fragen zusammengestellt (Missed
Test Policy). Sie sollen als praktische Hilfe bei der Umsetzung der Missed Test Policy dienen und auch über das Kontroll-System insgesamt informieren.

Darüber hinaus wurde eine Broschüre entwickelt, die über den gesamten Ablauf einer Dopingkontrolle informiert. Die Broschüre enthält auch ein Merkblatt mit allen Pflichten und Rechten der Athleten bei der Durchführung einer Dopingkontrolle.

Alle Downloads sowie weitere Informationen sind auf der Homepage der NADA www.nada-bonn.de zu finden. Der DTV empfiehlt insbesondere allen Bundesaderpaaren (A-, B-, D- und D/C-Kader), regelmäßig einen Blick auf die Homepage der NADA zu werfen und sich mit den Anti-Doping-Regel vertraut zu machen.